Der TER bringt uns in 20 Minuten nach Dol-de-Bretagne. Hier haben wir 2h30 Aufenthalt bis der „Anschluss-Zug“ nach Caen losfährt.
Solche Pausen sind typisch, wir kennen das. Das SNCF-Netz und der Fahrplan sind auf Paris ausgerichtet - wenn wir periphere „Verbindungen“ nutzen, nehmen wir das in Kauf, da wir ja sowieso zwischen Check-out und Check-in meistens 5h oder mehr Zeit haben.
Wir schieben also unsere Koffer vom Bahnhof Richtung Innerstädtchen von Dol. Welche Überraschung: wir kommen in ein hübsches Städtchen mit einer gitantischen Kirche, der Cathédrale Saint-Samson.
Das Highlight in der Kirche, zumindest für mich, ist ein Scheitstock, der vorne bei den Kerzenspendern steht. Hier kann man für einen „Sou“ einen Nagel kaufen und ihn in der Kirche in den Stock hämmern! Ein bisschen makaber, passt aber gut zur elften Station des Leidenswegs Jesu!
Wir verstecken uns vor dem aufkommenden Regen und just in dem Moment als wir aufbrechen müssen, um unseren TER zu erreichen, hört der Regen auf. Dies auch ohne einen Nagel selbst eingeschlagen zu haben ;-)
Wir dieseln quer durch die Normandie und lassen die Cotentin-Halbinsel mit Cherbourg links liegen. Es ist mehrheitlich flach und hat viele Bauernhöfe und Kühe. Die Dörfer sind überschaubar und weisen meist die typischen Steinhäuser auf. Wir kommen pünktlich in Caen an, beziehen unsere nette Wohnung gleich neben der Altstadt und kaufen normannische Spezialitäten zum Znacht ein, bevor wir eine kurze Runde drehen.
Wir verlassen Saint-Malo über diesen Bahnhof, nicht ohne …
… noch dieses Bild vom 2, Februar 2014 anzuschauen.
Dol-de-Bretagne: überraschend hübsch.
Mit netten Fachwerken.
Teil der Cathédrale Saint-Saumon: Der Turm mit dem angesetzten Campanile.
Innen: Riesig mit 3 Längsschiffen, ca. 100m lang. Dazu kunstvoll gestaltete Fenster. Und ..
.. im wahrsten Sinne des Wortes - DER HAMMER (mit Nägel).
Vor der Kirche eine Replika des Granitschiffes, mit welchem Saint-Saumon im 6. Jahrhundert den Aermelkanal überquert haben soll. (Schwimmen tut es tatsächlich.)
Unser nettes Heimetli in Caen.
Ein kleines Viertel mit älteren Häusern (ca. 70% von Caen wurden während den Kämpfen der Invasion zerstört).
Bücherladen mit interessantem Eingang.
Place Saint-Saveur. Grosszügig und angenehme Restaurants.
Recent Cmts
Die gratinierten Austern waren sehr gut. Oben heisser Käse mit Rahmsauce unten kalte Auster.